DIE URSUPPE
Die Arbeiten beschäftigen sich mit einer hypothetischen Entstehung der Welt und der Zeitlichkeit von Materie. Ausgangspunkt ist die Vorstellung einer ursprünglichen Masse, in der bereits alle späteren Entwicklungen angelegt sind. Eine Grundsubstanz, aus der sich im Verlauf der Evolution unterschiedlichste Formen und Lebensweisen entfalten.
Skulpturen 2026, Paraffin, Holz, Metall, gefundenen Objekte, Leuchtkörper
Paraffin bildet das zentrale Material der Werkgruppe. Seine formbare Beschaffenheit und seine Herkunft machen es zu einem wesentlichen Bestandteil des Konzepts. Als Nebenprodukt der Erdölgewinnung verweist es auf einen Rohstoff, dessen Entstehung sich über Millionen von Jahren erstreckt. Für die Arbeiten verwende ich ausschließlich Paraffin aus Kerzenresten, die zuvor für rituelle Zwecke genutzt wurden.
Die für die Arbeiten verwendeten tierischen und pflanzlichen Materialien wurden von mir selbst gesammelt und präpariert. Bei tierischen Materialien handelt es sich ausschließlich um natürliche Funde oder Materialien von Haustieren. Für die Entstehung der Arbeiten wurden keine Tiere getötet oder verletzt.
Die Paraffinschichten sind so ausgeführt, dass die Objekte bei normalen Raumtemperaturen formstabil bleiben. Dennoch sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.
Die Serie knüpft zudem an eine skulpturale Arbeit aus dem Jahr 2021 an, die in der Videodokumentation von Daphne von Schrader zu sehen ist.